3 years ago – 3.12.2008

SPD setzt auf Doppelspitze

Mit Marion Lipinski- Naumann und Christian Altmaier geht die Koblenzer SPD als Doppelspitze in den Kommunalwahlkampf 2009. Auf der außerordentlichen Konferenz in der Kulturfabrik bestand von Anfang an kein Zweifel daran, dass die SPD stärkste Kraft werden will. “Wir gestalten unser Koblenz” wird der Slogan sein, mit dem die Koblenzer SPD antritt.

Den Anspruch gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Koblenz zu gestalten betonte die SPD auch mit einem Gastauftritt zu Beginn: Willy Naumann und Heinz der Straßenkehrer von Zimmers Mundarttheater begrüßten die mehr als 110 Delegierten. Mit vielen politischen Pointen begeisterten die beiden Schauspieler die Delegierten aus den 22 Ortsvereinen. Nach dem Moddersproch- Theater blieb es auf der Bühne der KUFA aber ruhig. Höchst demokratisch bestimmte die SPD ihre Liste und so tagte der Parteitag in der Kneipe im “Schängel”- Bühnenbild (unser Foto mit Redner Christian Altmaier und dem Tagungspräsidium mit Anita Weis, Marion Lipinski- Naumann, Gerhard Lehmkühler (verdeckt) und Heribert Heinrich, MdL).

Einen Blick auf erfolgreiche Ratsarbeit warf dann Fraktionschefin Marion Lipinski- Naumann in ihrer Begrüßung. Mehr als 160 Anträge hat die SPD seit 2004 im Stadtrat gestellt, “jeder für Koblenz und zu Koblenzer Themen und keine Musteranträge von Flensburg bis Berchtesgarden.” Die Rübenacherin unterstrich, dass die Bürger der SPD vertrauen und die verlässliche Arbeit geschätzt werde. Mit diesem Pfund könne die SPD wuchern und zuversichtlich die Kommunalwahl gehen.

Welche Leistung die SPD für Koblenz gebracht hat, rief auch Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte- Wissermann den Parteifreunden in Erinnerung. Die Entwicklung der Stadt sei durch die SPD bedeutende Schritte voran gekommen. Zur Geschlossenheit der Partei mahnte die Lützeler SPD- Vorsitzende Anita Weis bei ihrer Begrüßung im heimatlichen Stadtteil.

Leidenschaftlich gab der Koblenzer SPD- Vorsitzende Christian Altmaier sein Plädoyer für eine starke SPD. “Es liegt an uns, wir müssen uns ein Beispiel an Barack Obama nehmen. Wir müssen überzeugt sein von dem was wir tun und was wir wollen, dann können wir Menschen begeistern und ihre Stimmen gewinnen.” Die heutige Konferenz diene der Aufstellung der Kandidaten, das Zukunftsprogramm für Koblenz werde zusammen mit den Bürgern erarbeitet und zu Jahresbeginn beschlossen. Dazu werden auch die Stadtteilspaziergänge im Rahmen der IdeenSchmiede2009 fortgesetzt. Letztlich zeigte sich Altmaier überzeugt, dass mit dem Wahlangebot die SPD auch bei den Koblenzern punkten kann. Es gelte jetzt sofort mit dem Wahlkampf zu beginnen und um jede Stimmen zu kämpfen. “Der Wegfall der 3,03% macht es uns nicht leichter, doch müssen wir zusehen, dass wir mit kommunalpolitischen Themen zur stärksten Fraktion werden.” Hierzu zähle nicht nur der Erhalt kommunalen Eigentums (“Wir verschebeln nicht das Tafelsilber”) und die weitere Förderung in Sport, Kultur und Jugend - und Soziales, “denn hier sind viele Koblenzer in Vereinen engagiert, sie halten unsere Gesellschaft zusammen und lebendig.”

In der Debatte um den Vorstandsvorschlag für die SPD- Liste gab es an manchen Stellen auch zwei Bewerber. Doch die Spitzenkandidaten Marion Lipinski- Naumann und Christian Altmaier wurden mit 100, bzw. 103 Stimmen eindrucksvoll auf die Plätze 1 und 2 gewählt. Der Doppelspitze folgen in der streng quotierten Liste auf Platz 3 Anita Weis, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gerhard Lehmkühler auf Platz 4 und Michael Hoffstadt auf Platz 5. Die Koblenzer Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Christiane Heinrich- Lotz setzte sich gegen Ursula Hühnerfeld auf Platz 6 durch. Es folgen Fritz Naumann (7), Ute Hoffmann (8), Manfred Bastian (9), Heribert Heinrich, MdL (10), Marion Mühlbauer (11) und David Langner, MdL auf Platz 12. Der 13. Platz wird nun von Isabell Schulte- Wissermann eingenommen, Thorsten Schneider setzte sich auf Platz 14 gegen Werner Steffens durch, der Gülser Ortsvorsteher Hermann- Josef Schmidt bereichert die SPD- Liste auf dem 15. Platz. Gegen Anna Köbberling kandidierte Gertrud Block auf 16 und gewann den Listenplatz, Gerhard Voell kandidiert auf Platz 17, auch Platz 18 unterlag Köbberling gegen Ursula Hühnerfeld und zog ihre Kandidatur telefonisch zurück, da sie in Berlin weilte. Der Deutsch- Türke Bektas Nayman tritt auf Platz 19 an, Franz- Josef Wüst auf 20, Ines Lindemann- Günter auf 21, Holger Kumm (22), Juso- Vorsitzende Simone Schreiner (23), Rudi Adams (24) und Werner Steffens (25) sind auf den vorderen Plätzen nun im Wahlkampf. Den Abschluss bilden die Ortsvorsteherkandidaten Ludwig Reinemann in Arenberg- Immendorf (Platz 55) und der Rübenacher Karl- Heinz Rück (Platz 56).