3 years ago – 10.9.2008

BUGA eine Chance für die Region

Bis zur BUGA2011 sind es noch etwas mehr als 940 Tage. Wenn am 15. April 2011 die Tore geöffnet werden, wird sich Koblenz verwandelt haben. Mitten im BUGA- Kernbereich Blumenhof, im Ludwig Museum am Deutschen Eck, fand nunmehr die zweite BUGA- Konferenz der SPD Koblenz statt.

Stand beim ersten Zusammentreffen die BUGA in Koblenz im Jahr 2011 im Vordergrund, so wurden jetzt rund 100 Gäste über die Erfahrungen anderer BUGA- Städte informiert. Aber auch die Chancen für die Region standen zur Diskussion und es war einhellige Meinung: Die Region muss diese Chance nutzen.

Die umliegenden Landkreise kritisierte denn auch BUGA- Aufsichtsrat Gerhard Lehmkühler. Dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden merkte man deutlich an, dass ihm die bisherige Kooperation nicht gefällt und die Landräte die Zusammenarbeit, auch für das Welterbe in der Region, ernster nehmen sollten. Denn bislang gibt es keine Bestrebungen, dass sich die Landkreise zusammenschließen und auf der BUGA2011 für die Region werben. Freimütig bekannte er ferner, dass er sich “vom Saulus zum Paulus entwickelt hat, denn die BUGA ist eine Chance für die Region.” Dies habe er vor sechs Jahren noch anders gesehen. Lehmkühler berichtete auch aus der Gremienarbeit. Es sei mit einigen Bundes- und Landesbehörden schwer, gute Entwicklungen auf den Weg zu bringen. Hierbei sprach er unter anderem den Pfaffendorfer Hafen und die Parkplätze am Schloss an: “Wenn wir bei den Menschen ein Feuer für die BUGA entfachen wollen, muss wenigstens bei den Verwaltungen ein Glimmen vorhanden sein.”

Gastgeber und SPD- Vorsitzender Christian Altmaier machte noch einmal deutlich, dass die BUGA eine gute Möglichkeit ist, ein “Wir- Gefühl” in der Region Mittelrhein zu schaffen. Daher habe die SPD auch die Region zur BUGA- Konferenz eingeladen. “Es liegt an uns, den Parteien, die Bürger zu BUGA- Botschaftern zu machen, sie für die Gartenschau zu begeistern.” Er versprach, dass man die derzeitigen Baumaßnahmen positiv begleiten werde. Altmaier regte hierzu “BUGA- Baustellenspaziergänge” an, zu denen die SPD einladen werde. Im Übrigen hoffe er immer noch, dass die Region die BUGA nutzt, bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten wie den Andernacher Geysir, den Bendorfer Schmetterlingspark oder die Loreley als Weltberühmheit und den Rheinsteig als Wanderweg zu bewerben. “Wir wollen doch, dass die BUGA- Gäste auch ein zweites Mal zu uns an Rhein, Mosel und Lahn kommen.”

Welche Erfahrungen andere BUGA- Städte gemacht haben, dies schilderte der Schweriner BUGA- Geschäftsführer Jochen Sandner. Er hatte bereits die BUGA2001 in Potsdam gestaltet. Wenn 2009 die BUGA in Mecklenburg- Vorpommerns Hauptstadt eröffnet, werden viele Leserbriefe und Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Gruppierungen vorüber sein. “Die BUGA ist ein Weg mit Diskussionen, man muss sie führen und die Menschen mitnehmen,” empfahl Sandner. Bemerkenswerte Zahlen legte er ebenfalls vor. Rund 80% der Aufträge der BUGA2009 seien an Firmen aus Schwerin oder dem Bundesland gegangen. Die Koblenzer Probleme mit Behörden kannte Sandner und beruhigte, “dass ist auch in Schwerin nicht anders gewesen.” Nachdrücklich warb Sandner für eine Beteiligung der umliegenden Landkreise bei einer BUGA: “Die Gäste müssen ein touristisches und kulturelles Schaufenster der Region bekommen und sich für eine weitere Reise zu uns entscheiden. Diese Möglichkeit kann auch die Region Mittelrhein mit der BUGA2011 haben.”

Die Koblenzer SPD empfiehlt den umliegenden Landkreisen und Gemeinden nachdrücklich, sich für die BUGA2011 jetzt zu begeistern. “Die Planungen laufen, noch ist es nicht zu spät, es wäre doch schade, wenn wir diese Chancen für ein Zusammenwachsen der Region verstreichen lassen,” befand Ratsmitglied Christian Altmaier. Den Bericht über die BUGA2009 gibt es auch im Internet zum herunterladen: www.spd-koblenz.de