3 years ago – 10.5.2009

Eine Woche mit Beck, Rat und Planungen

Wenn eine Woche so beginnt, dass man zwei Tage Urlaub hat, dann kann sie doch nur gut werden. Aus dem Ruhrgebiet fahre ich über Düsseldorf und Köln und sehe dort, dass die örtliche SPD bereits für Europa plakatiert. Da ja NRW-CDU-Landeschef Jürgen Rüttgers sich nach Gutsherrenart den Wahltermin für die Kommunalwahl legen wollte, werden die Stadtparlamente dort später als bei uns gewählt. Aber der Montag wird noch mit einem Teammeeting, einer Fraktionssitzung und einem Interview für die Wahlkampfzeitun rund. Für den Sport reicht es dann leider nicht mehr.

Dienstags ist das Wetter mies. Aber meine Laune nicht. Ich bekomme ordentliche Sommerreifen aufgezogen, der Winter ist ja hoffentlich vorbei. Nachmittags besuche ich mit Joachim Hofmann-Göttig und David Langner die Festung Ehrenbreitstein, denn wir haben Finanz- und Bauminister Prof. Ingolf Deubel zu Gast. Das Land Rheinland-Pfalz wird über 40 Millionen Euro in die Sanierung der Festungsanlagen und der kompletten Modernisierung der Jugendherberge stecken. Auch die Stadt wird für die DJH-Sanierung aufkommen! Aber es ist schon beeindruckend, was wir 2011 für eine tolle Festung haben werden. Auch die aktuelle Museumsarbeit ist toll, denn es gibt eine Ausstellung zum Anfassen, wie das Foto zeigt: Bauminister mit Römerhelm.

Mit Römerhelm in die Festung Ehrenbreitstein: Prof. Ingolf Deubel gut behelmt.

Es ist eine Zeit der Spatenstichen: DANY SPORTS CLUB erweitert, beim BowlingCenter “PinUp” konnte ich selbst Hand mit anlegen und heute wird DACHSER gebaut. Der Logistiker aus Kempten baut für rund 15 Millionen Euro ein neues Zentrallager in Koblenz, am GVZ, also nahe meines Stadtteils Metternich. Mit dem Gülser Ortsvorsteher Hermann-Josef Schmidt gehen ich dorthin. Abends sind die Mitglieder der SPD Metternich zur Mitgliederversammlung eingeladen. Ich lege im Namen meines Vorstandes Rechenschaft über die letzten zwei Jahre ab, referiere über das Superwahljahr 2009 und erhalte erneut den Auftrag, Vorsitzender der Metternicher SPD zu sein.  Das ehrt mich und ich freue mich über die 100% Zustimmung, aber auch darüber, dass ein alter Freund und Weggefährte wieder mit im Vorstand dabei ist.

Das älteste Mitglied meines SPD-Ortsvereins Metternich, Fritz Görgen (4.v.r.) kam auch zur Mitgliederversammlung, sehr zur Freude der Vorstandsmitglieder Monika Altmaier, Bernd Loch, Katharina Süß, Eberhard Stah, David Follmann und Hans-Jürgen Wenzel.

Der Donnerstag war ein bisschen ärgerlich: Die Ratssitzung wurde aufgebläht von irren Anfragen der kleine Ratsfraktionen und wirklich beliebigen Anträgen der CDU. Mein Appell aus dem Jahr 2004, die Ratsarbeit nicht unter Wert zu verkaufen ist leider nicht angekommen. Mit Blick auf den Wahltag machen sich einige Ratskollegen echt lächerlich, wenn sie einzelne Laternen im Grünzug in Neuendorf beantragen. Schade, aber leider ist der Populismus seit 2004 durch alte Altstädter und kopflose CDUler im Stadtrat daheim. Hoffentlich ändert der Wähler dies am 7. Juni. Aber ärgerlich war auch, dass Kurt Beck in die KUFA kommt und ich nur kurz zu Gast sein kann. Denn das Programm kam an, der Besuch von Kurt Beck auch. Ich hab ihm zwei Mal gesagt, dass es sehr ärgerlich war, diesen Termin nicht umlegen zu können. Ob es wirkt? Aber Claus Hoffmann und Jan Moryson konnte ihr “SiebenGut” dem MP vorstellen, darüber freue ich mich sehr.

SiebenGut für Ministerpräsident Beck. Der freute sich über das Programm in der Kulturfabrik, ich mich über die Pause der Ratssitzung passend zum Besuch bei Hoffmann&Partner.

Ein Freitag wie er im Bilderbuch steht: Sonnenschein zum Wochenende. Ich fahre zu TV mittelrhein um einen O-Ton zum KUFA-Besuch abzugeben, der Bericht läuft dann auch direkt am Abend. Danach zu meiner Bundestagsabgeordneten Ursula Mogg, die ihre Kollegin aus Köln, Lale Agkün zur Lesung eingeladen hat. Hiernach gehts nach Urbar, die dortige SPD feiert ihren 90. Geburtstag, ich gratuliere im Namen des Stadtverbandes und sichere zu, dass die BUGA2011 nicht zum Nachteil für den kleinen Vorort von Koblenz wird. Eingemeidet hätten die nicht werden wollen. Schade eigentlich!

Am Samstag morgen fahre ich mit Joachim Hofmann-Göttig zum Ortsverein Arzheim. Auch hier wird der 90. Gründungsgeburtstag gefeiert. Viele Freunde sind da, Gerhard Lehmkühler, Eike Kurz, Marion Mühlbauer, Gertrud Block, u.v.m. wollen der SPD auf dem Berg gratulieren. In einem Grußwort für den Stadtverband baue ich alle Mandatsträger aus dem Ehrenamt ein, denn die wurden nicht begrüßt. Aber wir halten das Ehrenamt hoch, auch in den eigenen Reihen!

Wer hätte gedacht, dass man in Arzheim roten Wein anbaut? Wir ehren beim 90. Geburtstag des Ortsvereins auch verdiente Mitglieder für ihre Treue zur SPD. Mit mir machten dies David Langner (rechts), Ursula Mogg (links) und Joachim Hofmann-Göttig (4.v.r.).

Danach begehen wir das Rauental, ich kann die neue Kindertagesstätte St. Elisabeth besichtigen, dort hat die Stadt viel Geld investiert und es ist toll geworden. Im Rahmen einer “72-Stunden-Aktion” wird der Garten neu gestaltet. Tolles Engagement der jungen Leute, alle aus dem Umfeld der Kirche, wie mir Magret Sundermann berichtet. Mit ihr bin ich viele Jahre schon bekannt, noch aus Zeiten als ich Sprecher für Jugend & Soziales der SPD-Fraktion gewesen bin. Danach begebe ich mich an die nächste Ausgabe für den “Koblenzer vorwärts”, der vor der Kommunalwahl noch einmal motivieren und mobilisieren soll. Wir schaffen ein gutes Ergebnis für den Stadtrat und die neue Fraktion, da bin ich mir sicher!